El Dorado

Goldschätze warten

El Dorado. Das klingt immer wieder nach Expeditionen ins Unbekannte, nach einer aufregenden Suche nach sagenhaften Reichtümern. Folgerichtig taucht das Thema gerne auch als Spielszenario auf, sind es doch allein schon die Assoziationen, die sofort den Reiz wecken, dabei sein zu wollen...bei diesem „Wettlauf nach El Dorado".
Reiner Knizia hat sein aktuelles Familienspiel bei Ravensburger genau so genannt: „Wettlauf nach El Dorado", und vier aufgeweckte Abenteurer ab 10 Jahren können sich daran beteiligen. Das Gelände fordert den Männern und Frauen alles ab. Undurchdringlicher Dschungel muss ebenso gemeistert werden wie Wasser oder Passagen voller Sand. Auch Geröllfelder verlangen Geschick.
Wer sich das erste Mal auf diesen Wettstreit einlässt, dem bietet das Spiel eine leichtere Startstrecke an, zusammengesetzt aus fünf sechseckigen Gelände-Elementen. Jedes Feld, das betreten werden will, zeigt seinen Schwierigkeitsgrad und seine Beschaffenheit. Und so müssen die Expeditionen mit der passenden Ausrüstung gewappnet sein, meint hier die richtigen Expeditionskarten. Acht Basiskarten erhält jeder Spieler nebst einer Expeditionstafel, die den Ablauf eines Spielzuges erklärt und gleichzeitig Platz für die ausgespielten und die später noch aufzunehmenden Karten bietet. Eine eigene Spielfigur wird auf das Startfeld gesetzt.
Die Karten sind einer Feldart zugeordnet und ihre Stärke verrät, wie weit eine Figur ziehen darf. Immer hat ein Spieler aktuell vier Karten auf der Hand, die er auch innerhalb seines Spielzuges komplett ausspielen (ggf. auch abwerfen) darf. Dabei sind zunächst jene Karten zu spielen, mit denn die Figur bewegt werden soll. In einem zweiten Schritt kann mit verbliebenen Karten eingekauft werden, denn ein Markt lockt mit vielen interessanten Kartenangeboten. Ausgespielte Karten landen auf dem eigenen Ablagestapel, gekaufte Karten ebenfalls. Sie kommen nicht direkt auf die Hand. Ist der aktuelle Nachziehstapel des Spielers aufgebraucht, wird der Ablagestapel dieses Spielers (zusätzlich mit seinen darin ggf. enthaltenen Kartenneuerwerbungen) zusammen gemischt und bildet nun den neuen Nachziehstapel. Was hier vielleicht etwas umständlich erklärt ist, ist das spätestens seit „Dominion" beliebte System des Deckbuilding.
„Wettlauf nach El Dorado" ist spannend. Das Extrablatt „Spielaufbau" liefert nicht nur die Anregung für die erste Partie, sondern noch sechs andere Wege in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die „Höhlen-Variante" ist zudem noch eine Ergänzung.
Karten ausspielen, neue Karten kaufen, nein, „Wettlauf nach El Dorado" ist mehr. Und Knizia wäre nicht Knizia, wenn nicht auch dieses Spiel wieder eine seiner wichtigsten Grundlagen bei der Entwicklung neuer Spielideen tangieren würde. Und das ist immer die Frage nach dem lohnenswerten Aufwand. Hier ist es das Angebot auf dem Markt. Sechs verschiedene Karten liegen zu Beginn der Partie als Kaufofferte aus, weitere zwölf Kartenarten kommen nach und nach ins Spiel. Doch Vorsicht. Da reizen teure Karten mit ihren vielfältigen Optionen, doch es zeigt sich schnell, dass eine ausgewogene Kartenmenge der Schlüssel zum Erfolg ist. Zwar reizt das Deckbuilding...doch je mehr Karten im eigenen Talon sind, umso länger dauert es möglicherweise, bis eine sehnsüchtig erwartete Karte im eigenen Stapel schließlich beim Nachziehen zur neuen Handkarte wird. Und auch eine geplante Route sollte der Spieler bereits im Kopf haben. Natürlich kann es Engpässe geben, Probleme im Gelände, störende Gegner auf benachbarten Feldern. Da muss eine Umwegidee her.
Der „Wettlauf nach El Dorado" reizt. Und er reizt sofort wieder. Die ungefähr 60 Minuten für eine Partie in voller Besetzung vergehen schnell. Also, Kurzweil ist angesagt. Sicherlich einer der Gründe, warum die Jury „Spiel des Jahres" das Spiel für den Hauptpreis „Spiel des Jahres 2017" nominiert hat. Hierzu an dieser Stelle schon jetzt einen Glückwunsch.

Die beiden anderen für den Hauptpreis „Spiel des Jahres" nominierten Spiele sind „Kingdomino" von Bruno Cathala (Pegasus Spiele) und „Magic Maze" von Kasper Lapp (Vetrieb: Pegasus Spiele).
Für das „Kennerspiel des Jahres 2017" sind nominiert „Exit" von Inka und Markus Brandt (Kosmos), „Räuber der Nordsee" von Shem Phillips (Schwerkraft Verlag) und „Terraforming Mars" von Jacob Fryxelius (Schwerkraft Verlag).


Rainer Scheer

Stand: 26.06.2017

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